05. Dezember 2017

Energie ist ein soziales Grundrecht!

Einer Studie vom Caritas-Verband und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung nach, waren insgesamt 6 Mittionen Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr von Stromsperren bedroht, wobei 330.000 zahlungsunfähigen Haushalten der Strom abgestellt wurde. Dabei sind vor allem Hartz-IV Bezieher und Familien mit Kindern betroffen. Der Grundsicherungsregelsatz für Stromkosten liegt bei 34,19Euro. Die Fraktion DIE LINKE im Kreistag Mittelsachsen hat dazu eine Anfrage an den Landrat gestellt.

Die Kreisvorsitzende, Marika Tändler-Walenta dazu:

„Der Zugang und die Versorgung mit Energie, Strom und Wärme ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und muss ein soziales Grundrecht sein! Denn Energie ist kein Luxusgut, sondern ein essentieller Bestandteil unseres Lebens. Viele Menschen werden stigmatisiert und schämen sich ihrer Zahlungsunfähigkeit, was zur Folge hat, dass sie sich immer weiter zurückziehen. Für schutzbedürftige Personen wie Kinder, Alte und Kranke sollte daher ein Verbot von Energiesperren per Gesetz verankert und die Regelsätzen dynamisch angepasst werden, denn der Zugang zu Energie ist ein soziales Grundrecht und darf nicht weiterhin dem Gewinnstreben von Energieversorgern geopfert werden.“

Kategorien: Energiepolitik, Pressemitteilungen, Soziales

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